Kunstwerk Schmelzofen

Dass ein Schmelzofen mehr sein kann als eine technische Einrichtung, zeigt Josef Varga von der Slévárna Heunisch in Krásná, Tschechien. Bei der Übergabe eines von Varga geschaffenen Porträts des im Januar 2013 in Betrieb gegangenen Ofens, zeigte sich Joachim Balzer, der Geschäftsführer des Industrieofenherstellers Balzer & Co, sehr überrascht. „Dies ist eine Besonderheit, die es so bisher noch nicht gab.“ stellte er erfreut fest und nahm das Bild eines „aktiven heißen Schmelzofens“ entgegen.

Das Schmelzaggregat ist einer von zweien Balzer-Industrieöfen, die in der Aluminiumgießerei der HEUNISCH-Gruppe die Hauptlegierungen auf Temperatur bringen. Durch den sukzessiven Ersatz der alten Öfen in der Kokillengießerei konnte der Energieverbrauch bereits deutlich gesenkt werden. „Dies ist zwingend erforderlich, um wirtschaftlich am Markt bestehen zu können“, merkte bei dieser Gelegenheit Josef Varga als Technischer Leiter der Slévárna Heunisch an. Ganz nebenbei gewinnt auch die Umwelt durch den geringeren Gasverbrauch und somit der Reduzierung des CO2-Ausstoßes.

Bad Schönborn im September 2013


HEUNISCH forscht an thermischer Energiespeicherung

Kupolofen

Seit einem Jahr speist die Gießerei Heunisch nun Abwärme vom Kupolofen in das Nahwärmenetz der Stadtwerke Bad Windsheim ein. Über dieses Netzwerk wird das Schulzentrum von der Gießerei Heunisch mit Wärmeenergie versorgt, die bei der Produktion von Graugussteilen und Sphärogussteilen anfällt. Zusätzlich zu dieser externen Nutzung der Abwärme werden betriebsintern verschiedene Bereiche, wie z.B. der Trocknungsofen der Farbgebung, mit Wärmeenergie bedient.

Trotz der diversen bereits bestehenden Energieabnehmer steht noch weitere Wärmeenergie in der Eisengießerei bislang ungenutzt zur Verfügung. In einem Forschungsvorhaben will nun die Gießerei Heunisch zusammen mit dem Zentrum für angewandte Energieforschung in Garching und dem Industrieofen und –anlagenbauer Küttner in Essen diese Energie durch Speicherung nutzbar machen. Die überschüssige Energie wird mit Hilfe von Thermoöl am Recuperator des Kupolofens abgezogen und soll in einem Hochthemperaturspeicher „geparkt“ werden. In Stillstandzeiten des Schmelzaggregates werden dann die verschiedenen Abnehmer mit Energie aus dem Speicher versorgt.

Lassen sich die Pläne in die Praxis umsetzen, so kann der Einsatz von fossilen Energieträgern reduziert werden. Durch sinkenden CO2 Ausstoß ist die Umwelt klarer Gewinner bei diesem Forschungsvorhaben. Die Gießerei Heunisch wird hiermit erneut ihrer Verantwortung für die Zukunft gerecht, getreu dem Motto „Gut zu wissen - wir tun was!“.

Weitere Informationen zum vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Verbundvorhaben.

Bad Windsheim im August 2013


Horizontalbearbeitung mit modernster CNC-Technik

Die Slévárna Heunisch a.s. geht konsequent den Weg der Modernisierung in der CNC-Bearbeitung. Nun konnte das neue Horizontal-Bearbeitungszentrum des Herstellers Heller in Betrieb gehen. Die H6000 kann mit je 1000 mm Verfahrweg in der X-, Y- und Z-Achse auch größere Gussteile zerspanen. Zum Einsatz wird die neue Maschine für die Bearbeitung von Aluminiumgussteilen sowie Graugussteilen und Sphärogussteilen kommen. Im Besonderen der steigende Bedarf an fertig bearbeiteten Eisengussteilen und immer höheren Ansprüchen an die CNC-Bearbeitung im Allgemeinen machten die Investition in das Zentrum nötig.
„Die Rüstzeiten werden wir mit der Heller H6000 minimal halten können“, sagt Fertigungsleiter Edwin Künzel. „Der Paletten-Pool mit 6 Paletten im System und das entsprechend dimensionierte Werkzeugmagazin schaffen hier die auf das Fertigungsprogramm abgestimmte Basis“, so Künzel weiter. Das CNC-Zentrum erreicht eine Spindeldrehzahl von 12.500 Umdrehungen in der Minute und fährt im Eilgang bei 1 Meter pro Sekunde die nächste Position an. Der hocheffiziente Einsatz der Heller H6000 wirkt den ständig steigenden Kosten entgegen und ermöglicht auch weiterhin, den Kunden der Slévárna Heunisch a.s. wirtschaftliche CNC-Gussbearbeitung in höchster Präzision anzubieten.

Krásná, im Juli 2013


Aluminium wird bei optimaler Energienutzung geschmolzen

Mit Produktionsbeginn im Januar 2013 ist ein neuer Ofen in der Schmelzerei der Aluminiumgießerei Slévárna Heunisch in Krásná in Betrieb gegangen. Der Wannenofen vom Hersteller Balzer hat eine Schmelzleistung von 1000 kg pro Stunde und fasst im Warmhaltebereich 2000 kg. Das neue Schmelzaggregat minimiert den Wärmeverlust und optimiert den Gasverbrauch. Die bestmögliche Bedienung und leichte Reinigung sind weitere Vorteile, die der Schmelzofen bietet. Mit dieser Investition reagiert die Kokillengießerei von HEUNISCH GUSS auf die stetig steigenden Energiekosten. Durch den effizienteren Einsatz des Energieträgers Gas kann somit ein Teil der Kostensteigerungen kompensiert werden. Ganz nebenbei wird durch den geringeren Verbrauch auch weniger CO2 ausgestoßen und somit die Umwelt entlastet.

Krásná im Januar 2013

Heunisch Guss