Quartett bringt es auf 160 jahre in der Gießerei

Mitarbeiterehrung bei Heunisch-Guss - Zuwanderung kann den Fachkräftemangel ausgleichen

Unser Bild zeigt von links einen Großteil der Geehrten: Technischer Leiter Dietmar Eckl,  Geschäftsführerin Dr. Christiane Heunisch-Grotz, Walter Bartschat, Ulrike Stahl, Norbert Dietrich, Geschäftsführer Christian Gerhäuser,
Unser Bild zeigt von links einen Großteil der Geehrten: Technischer Leiter Dietmar Eckl, Geschäftsführerin Dr. Christiane Heunisch-Grotz, Walter Bartschat, Ulrike Stahl, Norbert Dietrich, Geschäftsführer Christian Gerhäuser,

Bad Windsheim (er) Auch in diesem Jahr konnten in der Giesserei Heunisch zahlreiche Ehrungen verdienter Jubilare durchgeführt werden. Vier Mitarbeiter sind seit 40 Jahren im Gießereiberuf beim gleichen Arbeitgeber tätig und sage und schreibe 14 Personen seit 25 Jahren bei Heunisch-Guss beschäftigt.

In ihrer Laudatio wies Geschäftsführerin Dr. Christiane Heunisch-Grotz mit Stolz darauf hin, dass „wir in Folge wieder eine große Anzahl Jubilare mit 40jähriger, bzw. 25jähriger Betriebszugehörigkeit haben“. Mit Stolz bemerkte sie beim Blick in die Runde, „dass durch nichts Integration besser gelingt, als durch das Miteinander im Beruf. Zuwanderung ist dringend notwendig, um den Fachkräftemangel auch in der Gießereiindustrie auszugleichen“ so die Rednerin weiter.

Für die Leitung des Unternehmens ist das Personal das wichtigste Gut. Die geringe Fluktuation bei Heunisch-Guss spiegelt sich auch in diesem Jahr in der großen Anzahl der Geehrten wieder. „Ihr persönlicher Einsatz und Kreativität sind die Eckpunkte“ wandte sich die Rednerin direkt an die Jubilare und dafür sei sie sehr dankbar.

Ulrike Stahl trat vor 40 Jahren bei der damaligen Eisengießerei Hofmann als kaufmännische Auszubildende ihren Dienst an. Bevor sie im Sekretariat eingesetzt wurde, war sie jahrelang als Sachbearbeiterin im Vertrieb tätig. 1983 erfolgte die Umsetzung ins Personalbüro. Die Ausbildereignungsprüfung legte sie im Jahr 1991 mit Erfolg ab. In zahlreichen Seminaren, die ihr Arbeitgeber anbot, bildete sie sich zu eine profunden Kennerin in allen Fragen der Lohn- und Gehaltsabrechnung weiter. Mit ihrer ruhigen Art beantwortet sie alle Fragen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Nach einem kurzen Gastspiel in der Betriebsschlosserei wechselte Norbert Dietrich 1976 in die Schweißerei. Der Jubilar erarbeitete sich im Laufe der Zeit ein hohes Fachwissen im Bezug auf diese Arbeit. Gut zwei Jahrzehnte später wurde er an die Formanlage versetzt, um dort die heißen Gussstücke mit einem Manipulator zu entnehmen. An dieser Anlage ist er auch heute noch in verantwortungsvoller Position tätig. Seit 2014 führt er zudem den Betriebsrat als Vorsitzender an und ist bestrebt ein gutes Miteinander mit Geschäfts- und Technischer Leitung sowie der Belegschaft zu pflegen.

Ebenfalls vor vier Jahrzehnten trat Walter Bartschat seine berufliche Laufbahn in der Abteilung Instandhaltung und Reparatur an. Der technisch versierte Mann wechselte 2005 in die Putzerei, um dort die damals bereits modernen Schleifautomaten zu betreuen. Im Laufe der Jahre wurde in diesem Bereich in eine neue Generation von Maschinen investiert. Der Geehrte übernahm hier sofort Verantwortung und kümmerte sich fortan um den Vorrichtungsbau der notwendig ist, um Gussteile auf diesen hochkomplexen Maschinen zu schleifen. Die Programmierung der Automaten eignete er sich in zahlreichen Lehrgängen beim Hersteller an. Auf Messen ist er als interessierte Besuche in allen technischen Belangen zu finden.

Norbert Höger, dem vierten im Bunde, hat es nach seiner Ausbildung als Handformer schon immer zum flüssigen Eisen gezogen. Zuvor sammelte er noch Erfahrung an den verschiedenen Formanlagen. In diversen Lehrgängen bildete sein Arbeitgeber ihn weiter. So ist er im Umgang mit Flurförderfahrzeugen, oder der Bedienung von Brücken- und Protalkranen bestens betraut, um nur zwei Schulungen zu erwähnen. Am Kupolofen und im Elektroschmelzbetrieb ist er zur Stelle, wenn die Formanlagen das flüssige Eisen mit einer Temperatur von 1450 ° Celsius benötigen.

Foto und Bericht: Ernst Ripka

Bericht in der Windsheimer Zeitung vom 03.11.2016

Heunisch Guss